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Dr. med. Holger Kaschube | Dr. med. Isabel Linares | Dr. med. Andrea Winkgen & Kollegen

Weltdiabetestag am 14.11.2016

„Augen auf den Diabetes“ – dies ist das Motto des diesjährigen Weltdiabetestages am 14.11.2016. Wir möchten Sie darüber informieren, welche Schäden eine nicht gut eingestellte diabetische Stoffwechselsituation auf die Blutgefäße des Auges und damit auch auf die Sehschärfe haben kann. Es gibt dafür in unserem Augenzentrum eine Netzhautsprechstunde, die von Dr. Andrea Winkgen geleitet und durch ein kompetentes Mitarbeiter-Netzhautteam verstärkt wird.

Meist wird man vom Hausarzt von der Diagnose „Diabetes“ überrascht. Diese Stoffwechselerkrankung, bei der jeder 8. Patient, der bei der hausärztlichen Voruntersuchung „herausgefischt“ wird, schon beginnende Gefäßschäden am Auge hat, kann bei Nichtbehandlung und schlecht eingestelltem Blutzuckerwert (Hba1C) zur Erblindung führen. Dies geschieht nicht von einem Tag auf den anderen, hier können Sie beruhigt sein. Es hängt aber auch sehr vom Zustand der Blutgefäße ab, den wir bei Erstvorstellung in unserem Augenzentrum vorfinden.

Die Blutgefäße des Auges sind mit Niere und Herz die kleinsten des Körpers. In ihrer Wand haben sie sogenannte Perizyten, dies sind Zellen, die die Blutgefäßwand stabilisieren und dicht halten. Ist das Blut über einen längeren Zeitraum „zu süß“, werden die Perizyten zerstört und die Gewebeflüssigkeit und Blut aus dem Gefäß sickert in Gewebe hinein, wo es nicht hingehört und Schäden anrichtet (Hier ist die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt sehr wichtig, der Ihren Blutzucker im optimalen Fall bei Vorliegen einer diabetischen Retinopathie alle 3 Monate kontrolliert. Ist der HBA1C Wert sehr stabil unter 6,0 % eingestellt, reicht auch eine Kontrolle alle 2 Jahre). Am schlimmsten sind die Auswirkungen im Bereich der Makula, der schärfsten Stelle des Sehens. Dies ist eine kleine, ca. 6 mm große Stelle der Netzhaut des Auges, auf die das Licht fällt, wenn wir mit enger Pupille schauen. Nur mit dieser kleinen Stelle sehen wir scharf und können Farben erkennen. Das heißt für uns: Lesen, Fernsicht (Autofahren) und die Wahrnehmung von Farben sind in Gefahr, wenn sich Flüssigkeit aus brüchigen Gefäßen im empfindlichen Makulagewebe ablagert. Hier entsteht ein Ödem, eine Wassereinlagerung, die man zum Glück seit einigen Jahren auch behandeln kann. Hier hängt der Behandlungserfolg sehr stark vom Zustand der Blutgefässe ab, bei dem die Behandlung begonnen wurde.

Ein Blutgefäß vergisst leider nichts.

Wenn Sie zusätzlich rauchen oder einen erhöhten Blutdruck haben, sind dies Risikofaktoren, die die Brüchigkeit der feinen Gefäßwände begünstigen.

Wir Augenärzte haben mittlerweile (seit wenigen Jahren allerdings erst) unterschiedliche Medikamente zur Verfügung, die ins Augeninnere gespritzt werden können. Hier können Sie sich bei uns zwischen einer Tropfbetäubung oder auch einer Sedierung durch den Narkosearzt entscheiden. Es ist eine gut durchzuführende Behandlung, die je nach Befund nach speziellen Schemata einige Male im Jahr durchgeführt werden muss. Dr. Andrea Winkgen hat bereits über 15.000 Injektionen in Augen durchgeführt. In unserem Augenzentrum ca. 50 Injektionen pro Woche.

Weitere Informationen zur Behandlung.

Wenn die äußere Netzhaut durch schwerste Gefäßschäden kaum noch durchblutet ist, muss hier mit Laserstrahl auch in mehreren Behandlungen prophylaktisch eine Verschlimmerung verhütet werden. In diesen Bereichen bilden sich reflektorisch neue, meist brüchige Blutgefäße, die das Auge eigentlich nur mit Sauerstoff versorgen sollen. Leider brechen sie während des Wachstums häufig, weil ihre Qualität nicht gut ist. Dann kommen die Patienten mit einer plötzlichen Sehverschlechterung zu uns, weil sich der Glaskörper im Auge durch dieses Blut eingetrübt hat. Dies sind Spätschäden, die unbedingt vermieden werden müssen.

Sie können sich jederzeit unter info@das-augenzentrum.de einen Termin im Augenzentrum zur Abklärung von möglichen diabetischen Schäden am Auge geben lassen. Sollte es schon behandlungsbedürftige Schäden am Auge geben, werden Sie in unsere Netzhautsprechstunde weitergeleitet und die nötigen Spezialuntersuchungen werden durchgeführt. Dies ist dann auch sehr zeitnah möglich. Wir werden Sie gerne kompetent beraten und mit Informationsmaterial versorgen. Uns ist die Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Hausarzt sehr wichtig und diese kleine Netzwerkbildung klappt bisher in unserem Augenzentrum hervorragend.

Auch wenn Sie Diabetes haben und noch keine Veränderung am Auge merken – bitte kommen Sie zu uns zur Kontrolle! Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen zum Weltdiabetestag 2016

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