• AUGENZENTRUM AUGENZENTRUM 02351/67350-0
  • Leben ohne Brille Leben ohne Brille 02351/67350-128
  • Grauer Star Beratung Grauer Star Beratung 02351/67350-131
  • Notfallpraxis Notfallpraxis 02351/67350-20
Dr. med. Holger Kaschube | Dr. med. Isabel Linares | Dr. med. Andrea Winkgen & Kollegen

Diagnostik und Vorsorge

Für die Gesunderhaltung Ihrer Augen sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit modernen Diagnosegeräten die beste Versicherung! Denn nicht selten nehmen Patienten Symptome gravierender Augenerkrankungen erst dann wahr, wenn bereits irreparable Schäden eingetreten sind.

Diagnostik der Hornhaut

Hornhauttopographie (dreidimensionale „Landkarte“ der Hornhaut)

Vergleichbar dem menschlichen Fingerabdruck ist die Hornhautoberfläche Ihrer Augen absolut einzigartig. Umso wichtiger ist es daher für viele Therapien, ein genaues Bild der jeweiligen individuellen Beschaffenheit vorliegen zu haben. Dank der Hornhauttopographie ist es uns möglich, die Hornhautoberfläche präzise dreidimensional darzustellen.

Die Vorteile der Hornhauttopographie im Überblick:

  • Pathologische Veränderungen der Hornhaut lassen sich schon im Frühstadium diagnostizieren (z. B. Keratokonus).
  • Für die Kontaktlinsenanpassung liefert die Hornhauttopographie wertvolle Informationen, die Berechnungen der passenden Linse können auf dieser Grundlage optimiert werden.
  • Dank der mittels Hornhauttopographie gewonnenen Daten kann das Ergebnis einer Kataraktoperation (Grauer Star) entscheidend verbessert werden.
  • Die Untersuchung ist unerlässlich für alle operativen Eingriffe an der Hornhaut sowie an der Linse zur Sehkorrektur (Laserchirurgie und refraktive Linsen).

Die Messung der Hornhauttopographie mit der Pentacam® ist für Sie vollkommen berührungs- und schmerzfrei.

Pachymetrie (Hornhautdickenmessung)

Will Ihr behandelnder Arzt Ihren Augendruckwert präzise abklären, so benötigt er hierfür die Daten aus der Pachymetrie. Denn erst durch eine genaue Bestimmung der Hornhautdicke lassen sich belastbare Aussagen über den Augeninnendruck treffen. Anhand einer Hornhautdickenmessung können wir Ihr persönliches Risiko, an einem Glaukom zu erkanken, besser einschätzen. Auch bei bereits diagnostizierter Glaukomerkrankung liefert uns die Pachymetrie wichtige Informationen für den optimalen Behandlungsplan.

Die Untersuchung ist für Sie schmerzfrei und dauert nur etwa fünf Minuten pro Auge.

Diagnostik der Augenlinse

Zahlreiche Kataraktoperationen (Grauer Star), aber auch immer mehr Linsenoperationen zur Korrektur von Fehlsichtigkeit werden heutzutage als Routineeingriffe von Augenärzten durchgeführt. Um bestmögliche Operationsergebnisse zu erzielen ist es Voraussetzung, dass die Augenlinse vor jedem Eingriff sorgfältig untersucht wird.

Ultraschallbiometrie

Dieses bewährte bildgebende Verfahren dient der Vermessung verschiedener Strukturen im Inneren des Auges, v. a. der Augenlinse. Anhand der gewonnenen Messdaten kann die Stärke der Kunstlinse, die im Rahmen einer Operation implantiert werden soll, präzise bestimmt werden. Nach der Gabe örtlicher Betäubungstropfen wird bei der Ultraschallbiometrie die Sonde auf die Oberfläche der Hornhaut aufgesetzt.

Neben dieser diagnostischen Basismethode stehen uns auch andere, deutlich genauere Untersuchungsverfahren wie beispielsweise die Laserbiometrie zur Verfügung.

Laserbiometrie (optische Biometrie)

Die Laserbiometrie basiert auf neuestem technischem Standard und ist das momentan modernste und exakteste Messverfahren. Die mithilfe der optischen Biometrie gewonnen Daten sind etwa zehnmal genauer als bei der Ultraschallbiometrie und bilden – in Kombination mit der Hornhauttopographie – eine hervorragende Basis für die individuelle, passgenaue Berechnung von Kunstlinsen. Für den Operateur ist die lasergestützte Untersuchungsmethode damit die optimale Voraussetzung, auf Ihre persönlichen Sehbedürfnisse einzugehen. Ein weiterer Vorteil dieses weltweit anerkannten Verfahrens liegt darin, dass es für die Patienten berührungs- und schmerzfrei ist.

Linsen Densitometrie (Lichtdurchlässigkeit der Linse)

Die Pentacam, eine hochmoderne Scheinpflugkamera, erstellt berührungsfrei und präzise Schichtaufnahmen der Augenlinse. Die so gewonnenen Aufnahmen geben unserem Team Aufschluss über die Lichtdurchlässigkeit der Augenlinse, einem wichtigen Parameter bei der Grauen Star-Diagnostik und der Planung der Operation.

Diagnostik der Netzhaut

Die Früherkennung von Netzhauterkrankungen stellt eine besondere Herausforderung für die Augenheilkunde dar, da die Patienten lange Zeit symptomfrei sind, d. h. keine gravierenden Sehbeeinträchtigungen wahrnehmen. Insbesondere um die verschiedenen Krankheitsbilder der Netzhaut rechtzeitig zu erkennen, sind Vorsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen vor allem für Risikopatienten dringend zu empfehlen.

Fluoreszenzangiographie (dynamische Gefäßdarstellung der Netzhaut)

GP_18678

Bei der Fluoreszenzangiographie, einer modernen bildgebenden Methode, wird das Gefäßsystem der Netzhaut mithilfe eines fluoreszierenden Farbstoffs dargestellt. Nach medikamentöser Erweiterung der Pupillen injiziert der behandelnde Arzt dem Patienten hierfür eine Lösung über eine Armvene. Mit einer speziellen Kamera wird im Anschluss der Durchfluss der fluoreszierenden Flüssigkeit durch die Netzhautgefäße dokumentiert. So ist es möglich, die Durchblutungssituation der Retina sowie der einzelnen Gewebeschichten detailliert zu beurteilen.

Indikationen für die Durchführung einer Fluoreszenzangiographie:

  • Die altersabhängige Makuladegeneration kann differentialdiagnostisch abgeklärt werden.
  • Diabetische Netzhautveränderungen können genauer bestimmt oder ausgeschlossen werden.
  • Gefäßveränderungen oder Gefäßverschlüsse lassen sich exakt beurteilen.
  • Entzündliche Veränderungen des Augenhintergrunds können diagnostiziert und eingeordnet werden.

Optische Kohärenztomographie (OCT, Netzhautschichtdarstellung)

Als hochauflösendes diagnostisches Verfahren ist die optische Kohärenztomographie (OCT) dafür prädestiniert, die Netzhautstrukturen detailliert abzubilden. Darüber hinaus ermöglicht diese nicht-invasive Methode u. a. eine präzise Vermessung der Netzhautdicke sowie der Nervenfasern des Sehnervenkopfes.

Das Verfahren funktioniert nach demselben Prinzip wie eine Ultraschalluntersuchung, allerdings kommen bei der OCT Lichtstrahlenbündel zum Einsatz. Durch den Vergleich der Laufzeitverzögerungen der Lichtstrahlen mit einem Referenzstrahl können selbst kleinste Strukturen detailliert bildlich dargestellt werden. Die kontaktlose Untersuchung ist für die Patienten komplett schmerzfrei.

Im Augenzentrum Lüdenscheid kommen ausschließlich OCT-Geräte der neuesten Generation zum Einsatz. Neben ihrem hohen Auflösungsvermögen überzeugen sie durch Schnelligkeit und bieten die Möglichkeit der dreidimensionalen Darstellung.

Wir raten insbesondere bei folgenden Krankheitsbildern zur Durchführung einer OCT:

  • Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
  • Veränderungen der Netzhautmitte (Makula) z. Bsp. durch Diabetes
  • Entzündungen der Netzhautmitte
  • Gefäßverschlüsse und Durchblutungsstörungen der Netzhaut
  • Sehnervenveränderungen bei Grünem Star (Glaukom)

Ultra-Weitwinkel-Netzhautuntersuchung (optomap)

Das optomap erlaubt es uns 80% der Netzhaut zu betrachten und auszuwerten. Somit können auch Randbereiche der Netzhaut untersucht werden, die bei herkömmlichen Untersuchungsmethoden nicht erfasst werden.
Um dieses aussagekräftige Panoramabild zu erzeugen scannen zwei Laser die Netzhaut. Die Untersuchung ist völlig berührungs- und schmerzfrei

Ultraschalluntersuchung des Auges

Für den Augenarzt stellt die Ultraschalluntersuchung (Echographie) seit Jahrzehnten ein wertvolles Instrumentarium zur genaueren Diagnostik dar. Das Bild auf dem Monitor wird bei dieser Untersuchungsmethode von hochfrequenten Schallwellen erzeugt, die beim Auftreffen auf Oberflächen reflektiert und vom Ultraschallgerät wieder empfangen werden. So entsteht eine präzise Darstellung des untersuchten Gewebes als digitale 3 D Aufnahme. Die Ultraschalluntersuchung hat nicht nur den Vorteil, dass sie einfach und schnell durchzuführen ist, sie birgt auch keinerlei Nebenwirkungen für den Patienten.

Ultraschalluntersuchungen werden vorwiegend eingesetzt:

  • zur Abklärung möglicher Veränderungen der Netz- oder Aderhaut (z. B. Verdacht auf Netzhautablösung bei fehlendem Einblick in das Auge durch Glaskörperblutungen oder dichtem Grauem Star
  • zur Vermessung der Achsenlänge des Auges (Biometrie vor der Kataraktoperation)
  • zur Differentialdiagnostik von Augen- und Augenhöhlenveränderungen.

Diagnostik des Grünen Stars (Glaukoms)

Optische Kohärenztomographie (OCT) des Sehnervenkopfes

Eine Folge des Grünen Stars (Glaukom) können pathologische Veränderungen des Sehnervenkopfes sein. Mithilfe der optischen Kohärenztomographie kann Ihr behandelnder Arzt ein sehr gutes Bild der einzelnen Strukturen des Sehnervenkopfes erzeugen, das eine wertvolle Hilfe zur Früherkennung krankhafter Veränderungen sowie zur Verlaufskontrolle darstellt. Insbesondere bei Glaukomerkrankungen sind eine rechtzeitige Diagnose und präzise Beurteilung der Situation im Auge für den Therapieerfolg entscheidend.

FDT

Die FDT–Untersuchung (Perimetrie) für das zentrale Gesichtsfeld ist eine Weiterentwicklung der bewährten Messmethode. Durch ein besonders empfindliches Testverfahren können Sehnervschädigungen noch früher festgestellt werden.

FDT-Gesichtsfeldmessungen werden überwiegend eingesetzt:

  • zur Abklärung des Verdachtes eines Grünen Stars (Glaukoms)
  • zur Therapieüberwachung wenn noch keine oder nur geringe Beeinträchtigungen vorliegen.

Augeninnendruckmessungen

Zu den wichtigen Untersuchungen, die zur Früherkennung des Grünen Stars (Glaukom) und zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs vorgenommen werden, zählt die Messung des Augeninnendrucks.

Folgende Möglichkeiten zur Augeninnendruckmessung stehen uns zur Verfügung;

  • Applanationstonometrie
    Bei der bewährten Applanationstonometrie wird ein Messköpfchen auf die zuvor betäubte Hornhautoberfläche aufgesetzt. Anhand des Drucks, der nötig ist, um die Hornhaut des Patienten ein wenig abzuflachen, kann der Augeninnendruck, der als Gegendruck fungiert, bestimmt werden. Beim Ermitteln des Wertes muss auch die individuelle Hornhautdicke Berücksichtigung finden.
  • Non-contact-Lufttonometrie (Pneumotonometrie)
    Bei diesem berührungs- und schmerzfreien Verfahren wird der Augeninnendruck mithilfe eines kurzen Luftstoßes gemessen, der die Hornhaut abflacht. Die Pneumotonometrie hat den Nachteil, dass v. a. die besonders hohen Augeninnendrücke ungenauer erkannt werden als bei der Applanationstonometrie.

Diagnostik trockenes Auge

Osmolaritätsmessung der Tränenflüssigkeit (Tearlab-Osmometer)

Die Ursache des „trockenen Auges“ ist eine Störung des Tränenfilms, dabei kann sowohl die Zusammensetzung des Tränenfilms als auch dessen Menge verändert sein. Eine krankhafte Veränderung des Tränenfilms führt zu einer unzureichenden Schutzfunktion der Augen und damit zu einer deutlichen Störung des Sehvermögens.

Das Tearlab bestimmt die Osmolarität (Elektrolytgehalt) des Tränenfilms und erlaubt damit eine frühzeitige Erkennung des „trockenen Auges“ und eine gezielte Behandlung. Insbesondere Kontaktlinsenträger profitieren von diesem Gerät.

Zurück nach oben