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Dr. med. Holger Kaschube | Dr. med. Isabel Linares | Dr. med. Andrea Winkgen & Kollegen

Laserbehandlung

Seit Anfang der 1990er-Jahre stehen der Augenheilkunde sehr ausgereifte Lasersysteme zur Verfügung, die sich bei zahlreichen, medikamentös nicht behandelbaren Krankheiten bestens bewährt haben. Diese klingenfreien Behandlungsmethoden stellen für viele Patienten und ihre individuellen Krankheitsbilder eine optimale Therapieform dar. Für die moderne Augenheilkunde bedeutet die Lasertechnologie einen Quantensprung, für viele Menschen ein deutliches Plus an Lebensqualität.

Laser bei diabetischer Retinopathie

Diabetische Retinopathie wird durch Diabetes mellitus hervorgerufen und kann eine Schädigung der kleinen Blutgefäße in der Netzhaut zur Folge haben, die für Empfang und Weiterleitung der Seheindrücke an das Gehirn verantwortlich sind.

Je nach spezifischem Befund und Schweregrad der diabetischen Retinopathie können wir zur Behandlung auf unterschiedliche Lasertherapien zurückgreifen:

Panretinale Laserkoagulation

Diese Methode ist zur Behandlung diabetischer Netzhautveränderungen oft das Mittel der Wahl. Dabei werden große Teile der pheripheren Netzhaut bewusst mit dem Laser zerstört und vernarbt, die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula, wird jedoch ausgespart. Aufgrund der Verödungen im peripheren Netzhautbereich verbessert sich die Sauerstoffversorgung im nicht behandelten, weiterhin sehfähigen Areal nach dem Lasereingriff wesentlich. Damit ist das oberste Ziel erreicht: die Bewahrung der Sehschärfe für eine gute Fernsicht und Lesefähigkeit. Allerdings ist damit zu rechnen, dass nach der Behandlung möglicherweise eine Verschlechterung des Kontrastsehens eintritt.

Fokale Laserkoagulation

Bei dieser Methode, die zur Therapie des Makulaödems eingesetzt wird, platziert der behandelnde Arzt zahlreiche Laserpunkte rund um die Makula im Bereich der undichten Gefäßneubildungen. Durch die Vernarbung wird im Normalfall eine Stabilisierung der Sehschärfe erzielt, eine Verbesserung der Sicht ist leider nur in seltenen Fällen möglich. Je nach Befund in der Angiographie und dem OCT wird die Lasertherapie in der modernen Augenheilkunde oft kombiniert mit einer Spritzenbehandlung durchgeführt.

Laser bei Netzhautlöchern

Die Netzhaut kleidet die Innenfläche des Auges aus und kann aufgrund altersbedingter Veränderungen bzw. bei starker Kurzsichtigkeit löchrig werden oder sich ganz ablösen. Ursache dafür sind meist Zugkräfte, die entstehen, wenn der Glaskörper schrumpft und noch an der Netzhaut anhaftet, die an der Peripherie besonders dünn ist.

Netzhautlöcher bleiben oft unbemerkt und werden häufig zufällig bei einer Untersuchung des Augenhintergrunds diagnostiziert. Bereits Vorstufen von Löchern können jedoch, falls nötig, präventiv gelasert werden. Eine Behandlung von Netzhautlöchern ist insbesondere zur Vorbeugung einer Netzhautablösung, die bis zur Erblindung führen kann, indiziert. Bei dieser sog. Laserkoagulation werden die Lochränder mittels Laserimpulsen wieder an der darunterliegenden Aderhaut festgeschweißt.

Laser bei Thrombosen

Die durch einen Venenverschluss verursachte mangelhafte Durchblutung der Netzhaut lässt sich durch eine Laserbehandlung beheben. Der Sauerstoffbedarf der Netzhaut wird in der Peripherie durch gezielte Laserstrahlen gesenkt und die Neubildung von schadhaften Gefäßen geht meist zurück.

Ist der Augeninnendruck relativ zu hoch und die Durchblutung des Sehnervs beeinträchtigt, spricht man von Grünem Star (Glaukom). Bleiben Augenerkrankungen aus dieser Gruppe unbehandelt, kann der Sehnerv stark geschädigt bzw. sogar zerstört werden. Je nach Befund lässt sich der Augeninnendruck jedoch mithilfe von Laserverfahren regulieren.

Bei Weitwinkel-Glaukom

Selektive Laser-Trabekuloplastik (SLT)

Der behandelnde Arzt richtet bei dieser hoch wirksamen Lasertherapie gezielt spezielle Laserlichtimpulse auf die Pigmentzellen im Auge. Das benachbarte Gewebe wird von der Behandlung nicht tangiert. Dadurch dass Selbstheilungsprozesse angestoßen und in der Folge die Zellen erneuert werden, wird der Abfluss des Kammerwassers verbessert und so der Augeninnendruck reduziert. Erste Erfolge der SLT treten rasch ein: Bereits drei Tage nach der Lasertherapie ist ein deutlicher Rückgang des Drucks feststellbar. Dank der selektiven Laser-Trabekuloplastik können weitere Operationen vermieden werden, auch ist nicht mit Narbenbildung zu rechnen. Damit ist die SLT ein besonders nebenwirkungsarmes Verfahren mit hoher Erfolgsquote: 80 % der Patienten dürfen sich über eine signifikante Verbesserung freuen. Insgesamt sind meist lediglich zwei bis drei SLT-Termine zur nachhaltigen Senkung des Augeninnendrucks vonnöten.

Argonlaser-Trabekuloplastik (ALT)

Bei dieser Behandlung werden im Kammerwinkel mithilfe des Lasers Vernarbungen erzeugt, wodurch sich das umliegende Trabekelwerk zusammenzieht. In der Folge wird das umgebende Maschenwerk gedehnt, so dass das Kammerwasser besser abfließen kann. Die Laserbehandlung kann nur bei offenem Kammerwinkel durchgeführt werden; immer häufiger wird die ALT heutzutage durch die SLT ersetzt.

Bei Engwinkel-Glaukom

Laseriridotomie

Mittels Laser werden gezielt ein oder mehrere kleine Löcher in der Iris (Regenbogenhaut) erzeugt. Durch die neu entstandenen Verbindungen kann das Kammerwasser von der hinteren in die vordere Kammer des Auges ablaufen. Die Laseriridotomie ist damit eine effektive Methode zur Behebung der Engwinkelsituation und zur Verhinderung künftiger Glaukomanfälle.

Argonlaseriridoplastik

Das erleichterte Abfließen von Flüssigkeit und die daraus resultierende Senkung des Augeninnendrucks werden bei diesem lasergestützten Therapieansatz dadurch erreicht, dass die Regenbogenhaut modelliert wird.

Laser in der kosmetischen Chirurgie

Xanthelasmen

Xanthelasmen sind unschöne gelbliche Ablagerungen an Ober- und Unterlidern. Schätzungen zufolge sind ca. 5 % Deutscher Erwachsener betroffen. Häufig lassen diese Plaques Rückschlüsse auf einen gestörten Fettstoffwechsel wie zum Beispiel erhöhte Cholesterinwerte im Blut zu. Sie treten bei übergewichtigen Menschen ebenso häufig auf, wie bei Schlanken.

Xanthelasmen lassen sich sehr einfach und gründlich mit dem Festkörper-Laser „wegschmelzen“. Diese Methode funktioniert besser als das konventionelle Wegschneiden mit dem Skalpell. Außerdem entstehen bei geübter Anwendung keine störenden Narben.

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