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Dr. med. Holger Kaschube | Dr. med. Isabel Linares | Dr. med. Andrea Winkgen & Kollegen

Methoden Linsenchirurgie

Die Linsenchirurgie ist, obwohl bereits seit Jahrzenten erfolgreich im Einsatz, den wenigsten Brillenträgern bekannt. Dabei sind die verschiedenen Linsenverfahren insbesondere für Menschen mit einer hohen Fehlsichtigkeit oder einer störenden Alterssichtigkeit die Lösung für ein brillenunabhängiges Leben.

Phake intraokulare Linse (PIOL)

Für jüngere Menschen (unter 45 Jahre) mit sehr hoher Fehlsichtigkeit und/oder dünner Hornhaut ist die Implantation einer phaken intraokularen Linse meist der Königsweg hin zu einem brillenfreien Leben.

Wie der Name schon sagt, wird dieser Linsentyp ergänzend zu Ihrer körpereigenen Linse eingesetzt (phake = zusätzlich zur natürlichen Linse). Für Sie verspricht die PIOL nicht nur neue Lebensqualität, das Verfahren hat noch einen weiteren Vorteil: Es ist reversibel. Sollte es erforderlich sein, kann der Eingriff zu einem späteren Zeitpunkt (etwa im Rahmen einer Kataraktoperation) wieder rückgängig gemacht werden.

Voraussetzungen für eine PIOL:

Um herauszufinden, ob Sie für die Implantation einer phaken intraokularen Linse geeignet sind, führen wir – wie bei einer Augenlaserbehandlung – gründliche Voruntersuchungen durch.

Wir empfehlen phake intraokulare Linsen bei:

Weitsichtigkeit bis ca. +10 dpt
Kurzsichtigkeit bis ca. -20 dpt
Hornhautverkrümmung in bis ca. -6 dpt.

Behandlungsablauf PIOL

Der minimalinvasive Eingriff ist für Sie dank lokaler Betäubungstropfen vollkommen schmerzfrei. Wenn Sie es wünschen, versetzt Sie unser Anästhesieteam gerne in eine leichte Vollnarkose.

  • Der Hornhautrand wird vom Operateur mit einem minimalen, ca. zwei bis drei Millimeter langen Schnitt geöffnet.
  • Durch diese winzige Öffnung wird die gefaltete Kunstlinse mittels eines Spezialinstruments vor der natürlichen Linse des Auges platziert. Abhängig vom Linsenmodell erfolgt die Fixierung entweder an der Iris oder im Sulcus (dem Raum zwischen Iris/Regenbogenhaut und Augenlisen).
  • Aufgrund des Augeninnendrucks und der Schnittform schließt sich die kleine Hornhautöffnung von selbst; eine Naht ist nicht nötig.

Bereits in den ersten Stunden nach der Operation dürfen Sie sich über eine kontinuierliche Verbesserung Ihrer Sehkraft freuen. Es dauert nur wenige Tage und schon können Sie sich ohne Sehhilfe ans Steuer eines Autos setzen.

Eine höhere Blend- und Lichtempfindlichkeit in den ersten Wochen nach dem Eingriff ist normal und kein Grund zur Besorgnis.

Sicherheitshalber sollte nach einer PIOL der Zustand Ihrer Hornhaut einmal im Jahr mittels Endothelzellmessung kontrolliert werden. Um mögliche Augeninnendruckprobleme zu verhindern werden die Ärzte des Augenzentrums vorsichtshalber bei Bedarf einige Wochen vor dem Eingriff eine kleine, schmerzfreie Laserbehandlung der Regenbogenhaut (sog. YAG-Laser Iridotomie) durchführen.

Refraktiver Linsenaustausch (RLA)

Wenn Ihnen Ihr Arzt aufgrund hoher Fehlsichtigkeit von einer LASIK abrät und/oder bei Ihnen bereits Anzeichen von Alterssichtigkeit zu konstatieren sind, kann Ihr Traum vom Leben ohne Brille mithilfe eines refraktiven Linsenaustauschs (RLA) in Erfüllung gehen.

Die modernen Multifokallinsen sind wahre Alleskönner: Nicht nur Fehlsichtigkeit, auch Alterssichtigkeit lässt sich mit diesem Linsentyp beheben. Die ungeliebte Gleitsichtbrille dürfen Sie nach der Operation getrost zu Hause lassen!

Wir empfehlen einen Linsenaustausch bei: jeder Fehlsichtigkeit, auch in Kombination mit Alterssichtigkeit

Behandlungsablauf refraktiver Linsenaustausch

Bei einem Linsenaustausch führt der behandelnde Arzt die gleichen Operationsschritte durch wie bei einer Kataraktoperation. An die Stelle der zuvor entfernten körpereigenen Linse wird eine Kunstlinse eingesetzt. Mehr als 600 000 Patienten jährlich unterziehen sich allein in Deutschland diesem Routineeingriff. Auch im Augenzentrum Lüdenscheid führt unser erfahrenes Team diese Operation täglich durch.

Der Ablauf der Operation gliedert sich in zwei Phasen: Zunächst wird die natürlich Linse aus dem Auge entfernt, danach wird die Kunstlinse implantiert.

  • Nach der Eröffnung der Hornhaut wird die körpereigene Linse abgesaugt. Fachsprachlich bezeichnet man diesen Operationsschritt als Phakoemulsifikation.
  • Durch den winzigen Hornhautschnitt implantiert der Operateur die gefaltete Kunstlinse in Ihr Auge. Im Augeninneren entfaltet sich die künstliche Linse von selbst, nimmt den frei gewordenen Platz der natürlichen Linse ein und verankert sich mittels kleiner Bügel.
  • Die minimale Öffnung in der Hornhaut (ca. 2,3–3 mm) verschließt sich nach dem Eingriff von selbst; eine Naht ist nicht erforderlich.
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