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Dr. med. Holger Kaschube | Dr. med. Isabel Linares | Dr. med. Andrea Winkgen & Kollegen

Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM)

Bei dieser Behandlungsmethode wird der Wirkstoff – zumeist ambulant und unter lokaler Betäubung oder auf Wunsch mit leichter Narkose durch unseren Anästhesisten – ins Augeninnere eingebracht. Dank der intravitrealen Injektion können wir heute erkranktes Gewebe im Auge direkt und kontinuierlich über einen längeren Zeitraum therapieren.

Der schmerzunempfindliche Glaskörper fungiert dabei als Depot, von dem aus das Medikament an die Netzhaut abgegeben wird. Schädliche Nebenwirkungen für andere Organe sind nicht zu befürchten.

Wir wenden die intravitreale operative Medikamenteneingabe zurzeit bei folgenden Netzhauterkrankungen an:

  • diabetisches Makulaödem
  • Makulaödem bei Venenverschlüssen der Netzhaut
  • feuchte Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
  • aktive Uveitis
  • choroidale Neovaskularisation bei hoher Myopie (Kurzsichtigkeit)
  • vitreomakulären Traktionssyndrom

Mithilfe der intravitrealen operativen Medikamenteneingabe (IVOM) können wir heute nicht nur eine Stabilisierung des Befundes erreichen, in vielen Fällen verbessert sich sogar das Sehvermögen merkbar.

IVOM bei AMD, Thrombose, Diabetes

Kommt die IVOM zur Behandlung der feuchten AMD zum Einsatz, so injiziert Ihnen Ihr behandelnder Arzt sog. VEGF-Hemmer (Wachstumshemmer) in den Glaskörper. Der Wachstumsfaktor VEGF ist bei AMD-Patienten überaktiv und wird durch die Hemmer blockiert. Nach der IVOM wird der Wirkstoff über mehrere Wochen abgegeben. Der Ablauf einer intravitralen Medikamenteneingabe lässt sich grob in drei Schritten skizzieren:

  • Zu Beginn erhalten Sie betäubende Augentropfen oder auf Wunsch eine Sedierung durch den Anästhesisten, der Eingriff ist somit für Sie schmerzfrei.
  • Über die vordere Lederhaut wird das Medikament von Ihrem behandelnden Arzt mit einer hauchfeinen Injektionsnadel in den Glaskörper gespritzt.
  • Die durch die Injektion verursachte winzige Öffnung verschließt sich rasch von selbst.

Die Behandlung muss im Regelfall mehrfach wiederholt werden, um die Wirkung des jeweiligen Präparats dauerhaft aufrechtzuerhalten. Jeder Therapieplan ist individuell. Gerne informiert Sie unser Team über Ihr persönliches Behandlungsschema und notwendige Kontrolluntersuchungen.

IVOM bei VTMS

Ocriplasmin: Ein neues Medikament ermöglicht eine Sehverbesserung beim vitreomakulären Traktionssyndrom.

Die amerikanische FDA hat im Oktober 2012 ein neues Medikament mit dem Wirkstoff Ocriplasmin für intravitreale Injektionen zugelassen. Seit März 2013 ist es auch in Europa zur Therapie des sogenannten vitreomakulären Traktionssyndroms zulässig.

Bei Ocriplasmin handelt es sich um ein Enzym, das in der Lage ist, Anheftungen (Adhäsionen) des Glaskörpers von der Netzhaut zu lösen. Bei vielen Menschen kommt es mit zunehmendem Alter zu einer Schrumpfung des Glaskörpers. Dabei klebt dieser manchmal an einigen Stellen an der Netzhaut fest und übt einen Zug auf die Makula aus. Das führt zu verzerrtem Sehen und sogar Risse in der Makula sind möglich. Diese Symptome bezeichnet man als „vitreomakuläre Traktion“.

Mit dem neuen Medikament, das den Handelsnamen Jetrea® trägt, lässt sich der Glaskörper von der Netzhaut ablösen und dem Patienten wird damit eine operative Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie) erspart. Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), einer gemeinsamen Einrichtung der gesetzlichen Krankenkassen, bietet das Medikament dem Patienten einen erheblichen Zusatznutzen.

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