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Dr. med. Holger Kaschube | Dr. med. Isabel Linares | Dr. med. Andrea Winkgen & Kollegen

Wir stellen vor: Myopie (Kurzsichtigkeit)

Bei Kurzsichtigen (myopen) Menschen sehen die Augen in der Regel in der Ferne schlecht und in der Nähe gut. Dabei ist das Auge länger gebaut als „normale“ (emmetrope) Augen und/oder die Brechkraft von Hornhaut und der eigenen Linse ist zu stark.

Der Dioptrienwert lässt sich hier sehr leicht berechnen, wie „unscharf“ Sie sehen: Der Kehrwert der Dioptrien gibt die Entfernung in Metern an, bis zu der man in etwa scharf sehen kann. Das heißt z.B. bei einer Kurzsichtigkeit von -2 Dioptrien, dass man also bis 1/2 m (50cm) scharf sehen kann. Bei -3 Dioptrien, dass man bis 1/3 m (33cm) scharf sehen kann. Kurzsichtige Menschen kneifen häufig ihre Augen zusammen, um scharf zu sehen. Dieses verbessert in diesem Moment die Sehschärfe durch den Irisblendeneffekt wie bei einer Kamera.

Myopie und ihre Korrektur

Brille:  Die Myopie wird mit einem Zerstreuungsglas (Konkav) korrigiert. Das Glas bricht das ankommende Licht und bildet es parallel auf der Netzhaut scharf ab.

Kontaktlinsen: Kontaktlinsen ermöglichen auch bei starker Kurzsichtigkeit eine optimale Sehschärfe. Nach Vermessung der Brechkraft des Auges, der Hornhautoberfläche und nach der Untersuchung des Auges wählen wir mit unserer Optikermeisterin unter verschiedenen Kontaktlinsenarten die für Ihr Auge geeignete Kontaktlinse aus und passen sie an. Wenn das Auge für Kontaktlinsen geeignet ist und die Pflegehinweise, sowie regelmäßige Kontrolltermine eingehalten werden, können Kontaktlinsen über lange Zeit problemlos getragen werden. Allerdings sollte immer auch eine Brille in der richtigen Stärke vorhanden sein, um in Ausnahmefällen eine Kontaktlinsenkarenz einzuhalten. (z.B. bei einer Bindehautentzündung)

Operative Verfahren: Eine operative Korrektur (Femto-LASIK, PRK) der Kurzsichtigkeit ist sinnvoll, wenn das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich oder gewollt ist. Die refraktive Chirurgie hat heute einen extrem hohen Qualitätsstandard. Abhängig von der Ausprägung der Kurzsichtigkeit besprechen wir mit Ihnen zusammen die geeignete Operationsmethode. Eine umfassende Untersuchung des Auges und eine ausführliche Aufklärung sind eine wichtige Voraussetzung für den Operationserfolg und werden bei uns im Augenzentrum fast täglich durchgeführt.

Kurzsichtigkeit vorbeugen: Was hilft?

Immer mehr Kinder entwickeln heutzutage eine Kurzsichtigkeit (Myopie). Diese Entwicklung ist weltweit zu verzeichnen, besonders ausgeprägt aber in Ländern, in denen Kinder bereits früh und sehr viel lesen oder früh an elektronischen Geräten spielen (besonders der asiatische Raum ist davon betroffen). Auch mit steigender Bildung tritt die Kurzsichtigkeit immer häufiger auf: So ist bei jungen Erwachsenen ohne Abitur oder Berufsschulabschluss jeder vierte kurzsichtig, mit Abitur oder Berufsschulabschluss jeder dritte und unter Hochschulabsolventen sogar jeder zweite. (Quelle NDR-Beitrag)

Blick in die Ferne: Augen können sich entspannen

Eine Theorie zur Entwicklung einer Kurzsichtigkeit besteht darin, dass Kinder während des Wachstums zu viel in der Nähe schauen, zum Beispiel beim Lesen von Büchern oder auf dem Smartphone, und sich das Auge an diese Anforderung anpasst. Der Augapfel wächst in die Länge, wenn das Auge zu viel auf nah fokussiert, um die Augenmuskulatur zu schonen.

Das bedeutet aber nicht, dass man weniger lesen sollte. Wichtig sind vielmehr Pausen, in denen sich die Augen mit einem Blick in die Ferne ausruhen können. Auch die rechtzeitige Korrektur der Myopie mit einer Brille kann dem Fortschreiten entgegenwirken.

Ausreichend Tageslicht wichtig gegen Kurzsichtigkeit

Aber auch das Tageslicht scheint eine wichtige Rolle zu spielen: Kinder, die sich viel im Freien aufhalten, leiden weniger unter Kurzsichtigkeit. Tageslicht ist um ein Vielfaches heller als die Innenraumbeleuchtung. Die Augen benötigen für eine gesunde Entwicklung sowohl den Wechsel von nah und fern als auch ausreichend Tageslicht.

Ist der Augapfel einmal zu lang, bleibt er es für den Rest des Lebens und das scharfe Bild liegt vor der Netzhaut. Bis etwa zum 25. Lebensjahr kann eine Kurzsichtigkeit noch zunehmen. Durch eine zusätzliche Linse, also eine Brille oder Kontaktlinse, oder eine refraktive Operation lässt sich dieser Fehler ausgleichen. Hier beraten wir Sie gerne bei uns im Augenzentrum.

Und je stärker eine Kurzsichtigkeit ist, desto größer ist die Gefahr von Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Netzhautablösungen /-degenerationen. Das gilt übrigens auch für Menschen, die ihre Kurzsichtigkeit operativ korrigiert lassen haben. Diese Eingriffe verändern nur die Brechkraft der Hornhaut oder der Linse, an der Länge des Augapfels ändern sie nichts. Eine regelmäßige Kontrolle ist hier besonders wichtig.

 

Ihr Team aus dem Augenzentrum Lüdenscheid.

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