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Dr. med. Holger Kaschube | Dr. med. Isabel Linares | Dr. med. Andrea Winkgen & Kollegen

                           Kontaktlinsenanpassung

 

 

 

 

Viele Menschen, die auf eine Sehhilfe angewiesen sind, geben heute Kontaktlinsen den Vorzug vor einer Brille. Allein in Deutschland tragen über drei Millionen Fehlsichtige mehr oder weniger regelmäßig Kontaktlinsen. Dank der medizintechnischen Entwicklung sind die Linsen mittlerweile nicht nur sehr verträglich, sondern können in ihrer Vielfalt bei nahezu allen Sehfehlern eingesetzt werden.

Fester Bestandteil jedes Anpassungstermins für Kontaktlinsen ist ein ausführliches Beratungsgespräch. Natürlich werden auch – und zwar nicht nur bei Kontaklinsen-Neueinsteigern – zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob Ihre Augen gesund sind, und um die nötigen medizinischen Informationen für die Linsenauswahl zu erhalten. Unser kompetentes Team erläutert Ihnen die verschiedenen Kontaktlinsenmodelle und -materialien und empfiehlt Ihnen auf Basis der Messdaten Ihrer Augen eine für Sie passende Linse.

Für den Anpassungstermin sollten Sie ausreichend Zeit einplanen, da das Vorgespräch, die medizinischen Checks sowie Anpassung und Probetragen gut bis zu zwei Stunden in Anspruch nehmen können.

Kontaktlinsenanpassungen sollten ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt werden. Im Augenzentrum Lüdenscheid sind Sie bei unseren qualifizierten Optiker-Meisterinnen in den besten Händen. Mit ihrer großen Erfahrung und ihrem fachlichen Know-how können unsere Mitarbeiter Ihnen genau sagen, welches Linsenmaterial für Ihre Augen ideal geeignet ist.

Moderne, gut angepasste Kontaktlinsen zeichnen sich heute durch einen hohen Tragekomfort aus.

Damit das Auge gesund bleibt, sollten Kontaktlinsenträger regelmäßig Kontrolltermine beim Augenarzt wahrnehmen. Denn vor allem bei weichen Kontaktlinsen werden mögliche krankhafte Veränderungen, die z. B. durch Sauerstoffmangel der Hornhaut bedingt sind, oft zu spät bemerkt. Werden die Linsen unsachgemäß gehandhabt, etwa durch Fehler bei der Pflege, Hygienemangel oder ungeeignete Tragezeiten, können ebenfalls Unverträglichkeiten oder Infektionen auftreten.

Um die Langzeitverträglichkeit der Kontaktlinsen zu garantieren und Ihre Augen dauerhaft gesund zu erhalten, werden augenärztliche Kontrolluntersuchungen in folgenden Abständen empfohlen:

  • bei weichen Kontaktlinsen: alle sechs Monate
  • bei harten Kontaktlinsen: einmal pro Jahr

Konsultieren Sie bitte sofort einen Augenarzt, wenn Sie Schmerzen haben oder Ihre Augen gerötet sind.

Ortho-K:

 

Nur noch im Schlaf Kontaktlinsen tragen und tagsüber ganz ohne Brille scharf Sehen?

Genau das ist möglich mit einer Nachtlinse oder besser formuliert „Ortho-K“ Kontaktlinse.

Ortho-K steht für „Orthokeratologie“ und heißt so viel wie „Die Lehre von der richtig geformten Hornhaut“.

Diese Art der formstabilen Kontaktlinse wird nur noch nachts während des Schlafens getragen und modelliert dabei die Hornhaut so, dass eine Kurzsichtigkeit und eine Hornhautverkrümmung über den Tag nicht mehr korrigiert werden muss.

Der Vorgang ist reversibel, was bedeutet, dass die Hornhaut in Ihre Ursprungsform zurückkehrt, sobald die Kontaktlinse nicht mehr getragen wird. Eine Brillenkorrektion über den Tag ist dann wieder erforderlich.

Dank dieser Nachtlinsen können sie Ihren Tag wieder ohne jede Einschränkung genießen. Und auch Kontaktlinsenträger, die mit Ihren bisherigen Kontaktlinsen aufgrund von Trockenheit, Unverträglichkeit oder Fremdkörpergefühl Probleme haben, können nun wieder alle Freiheiten ermöglicht werden.

Jedes Jahr eine stärkere Brille – die Kurzsichtigkeit stoppen:

Besonders für kurzsichtige Kinder, deren  Eltern auch stark kurzsichtig sind, ist diese Versorgung mit Nachtlinsen hoch interessant: Medizinische Studien zeigen, dass die weitere Zunahme der Kurzsichtigkeit reduziert oder sogar aufgehalten werden kann.

Die ideale Kontaklinse für Kinder und Jugendliche:

Warum gibt es heute viel mehr Brillenträger als früher? Und es werden immer mehr. In Asien gibt es mittlerweile praktisch keine normalsichtigen Kinder mehr. Die Antwort lautet: „Wir wissen es nicht genau“, jedoch haben wissenschaftliche Studien nachgewiesen, dass der zunehmende Fokus unseres Lebens auf den Nahbereich durch Handys, Tablets und Laptops sowie immer weniger Zeit an der frischen Luft eine entscheidende Rollen gerade bei den noch wachsenden Kinderaugen zu spielen scheint. Dabei muss man sich das kurzsichtige Auge vereinfacht als ein zu langes Auge vorstellen, in der sich die einfallenden Lichtstrahlen nicht auf der Netzhaut, sondern bereits vor der Netzhaut treffen.

Korrigiert man die Kurzsichtigkeit mit Brille oder normalen Kontaktlinsen, entsteht ein unerwünschter Nebeneffekt. Die zentralen Lichtstrahlen vereinigen sich zwar wieder im Netzhautniveau und wir können wieder scharf sehen, in der Peripherie wird durch den speziellen Bau des kurzsichtigen Auges jedoch eine Überkorrektur erzeugt, die das überschießende Längenwachstum geradezu anfeuert. Bei Ortho-K Kontaktlinsen gibt es diesen Effekt nicht. Daher verwundert es nicht, dass medizinische Studien diesen positiven Effekt der Nachtlinsen beweisen. Ortho-K stoppt oder verlangsamt also die Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen.

Versorgung mit Nachtlinsen:

Nachfolgend finden Sie Studien und Weblinks, die den positiven Effekt von Ortho-K Kontaktlinsen belegen:

 

http://www.pointsdevue.com/sites/default/files/orthokeratologie_in_der_internationalen_klinischen_praxis_0.pdf

https://www.der-augenoptiker.de/produkte/kontaktlinsen/zehn-jahre-ortho-k-in-deutschland/

https://www.wvao.org/mediaarchive/ortho-k-studie_wvao

http://www.myopiaprevention.org/

Curr Eye Res. 30(1): 71-80 (Zusammenfassung)

Contact Lens Spectrum May 2010 39-42 (Ganzer Text)

https://iovs.arvojournals.org/article.aspx?articleid=2168338

 

Keratokonus

 

Bei einem Keratokonus handelt es sich um eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut. In der Regel sind beide Augen betroffen, oft aber unterschiedlich stark. Der Keratokonus tritt meist zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr auf und ist bis zum ca. 40. Lebensjahr kontinuierlich langsam oder schubweise weiter fortschreitend.

 

Diese Veränderung ist bereits seit ca. 200 Jahren bekannt, bis heute ist aber die Ursache nicht eindeutig geklärt. Es werden genetische Ursachen vermutet, gleichzeitig kann der Keratokonus aber auch mit Systemischen Erkrankungen auftreten.

In der gesamten Bevölkerung sind ca. 500 von 1.000.000 Personen betroffen. Leichte Stadien sogar noch viel häufiger. Regional gibt es deutliche Unterschiede der Häufigkeit.

 

Zu den Symptonen gehören:

-Verzerrtsehen durch hohe irreguläre Hornhautverkrümmung

-trübes, nebliges Sehen

-haufiger Brillenwechsel ohne Erfolg

-starke Blendungsempfindlichkeit

-Halosehen (Heiligenschein)

-Doppelbilder

-Streifen/Schlieren um Buchstaben

 

Versorgung mit Kontaktlinsen:

Dank der Versorgung mit Kontaktlinsen ist es Betroffenen in der Regel wieder möglich hervorragend zu Sehen.

Die häufigste Versorgung stellt eine formstabile Spezial-Kontaktlinse dar. Diese Linse hat die höchste Abbildungsqualität und beste Sauerstoffversorgung.

Aber auch eine Versorgung mit individuellen, weichen Kontaktlinsen ist grundsätzlich möglich. Allerdings müssen gegebenenfalls Einschränkungen im Sehen hingenommen werden und auch die Sauerstoffversorgung ist geringer als mit formstabilen Kontaktlinsen.

Bei Extremfällen besteht die Möglichkeit der sog. „Huckepack-Versorgung“. Hierbei handelt es sich um eine weiche Trägerlinse mit einer formstabilen Kontaktlinse darüber. Dieses System kann angepasst werden, wenn der Tragekomfort mit einer formstabilen Kontaktlinse nicht ausreichend und die Sehleistung mit einer weichen Kontaktlinse nicht hoch genug ist.

Bei jeder dieser Kontaktlinse handelt es sich um eine Maßanfertigung nach den jeweiligen Bedingungen des einzelnen Auges.

Welche Kontaktlinse es am Ende auch wird: entscheidend sind die engmaschigen Nachkontrollen und immer wieder kehrenden (Neu-)Anpassungen der Linsen. Dies ist unerlässlich, da der Keratokonus sich immer wieder verändern kann. Da es sich um eine Krankheit handelt, werden die Kosten der Kontaktlinsenanpassung von der privaten Krankenversicherung übernommen.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Kostenübernahme der Kontaktlinsen durch die gesetzliche Krankenkasse möglich. Hierfür wird unsererseits ein Kostenvoranschlag erstellt und von der Krankenkasse geprüft.

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